Stellungnahme zur Agrarpolitik 2014-2017

Die Stellungnahme der srakla beruht primär auf den durch die Statuten vorgegebenen Zielen und dem im Herbst 2010 veröffentlichten Grundsatzpapier “Wege zu einer zukunftsfähigen Agri-Kultur”. Die Statuten verpflichten die srakla, “die Sorgen und Ängste der Bauernfamilien ernst zu nehmen” und die “Werte der bäuerlichen Kultur für unsere Gesellschaft” aufzuzeigen.

Zukunftsfähige Agrikultur” bedeutet:

  • Wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele werden gleichermassen optimiert.
  • Jedes Land kann souverän über die Gestaltung der Agrikultur-Politiken entscheiden.
  • Gesunde kleinere und mittlere Landwirtschaftsbetriebe sind zu unterstützen, denn sich sichern weltweit die Ernährung.
  • Es kann kein Ziel sein, dass immer noch weniger Leute in der Agrikultur ein Auskommen finden. Die Landwirtschaft soll möglichst vielen Menschen Arbeit und Auskommen geben, ganz entsprechend der Vision in der Vernehmlassungsvorlage (S.84): “Die Land- und Ernährungswirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag für die Beschäftigung im ländlichen Raum.”

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Die weltweite Problematik der Landwirtschaft ist bekannt: Hunger, Übergewicht, Armut, Preisdruck, Betriebsaufgaben, Nachfolgeprobleme, Klimawandel, Bedrohung der Biodiversität, Wasserknappheit …
Wir glauben aber an die Verheissung eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Daher suchen und bauen wir

Wege zur zukunftsfähigen Agri-Kultur

Wir sind überzeugt, dass es diese Wege gibt. Wir wissen aber auch, dass der Weg ins Gelobte Land durch die Wüste führt.
Drei Schritte sind uns wesentlich:

Erster Schritt: Agri-Kultur statt Land-Wirtschaft

Zweiter Schritt: Spiritualität

Dritter Schritt: Mut zur Ethik

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Wachstum um jeden Preis?

Die srakla meldet sich zu Wort in der Wachstumsdiskussion in bäuerlichen Medien. Sie hält unter anderem fest, dass Wachstum ein natürlicher Prozess ist und jedes Wachstum seine Grenzen hat. Die Natur kennt auch ständiges Wachstum: Zellen, die immer weiter wachsen und sich vermehren. Wir nennen das Krebs, eine Krankheit, die oft tödlich endet.

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Milch ist gesund – der Milchmarkt krank

Der befreite Markt macht immer mehr Milchproduzenten, insbesondere Produzenten von Molkereimilch, krank. Das Einkommen hat auch für effiziente und bescheidene Schaffer die Schmerzgrenze erreicht.
Die srakla zeigen, was Bäuerinnen und Bauern, Branchenorganisation Milch, Bund sowie Konsumentinnen und Konsumenten tun können, damit der Milchmarkt gesundet.

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Geschätzte Riesen – gehetzte Zwerge

Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz und weltweit brauchen Macht, Wertschätzung und einen angemessenen Lohn, damit unsere Kinder und Kindeskinder nicht verhungern und unsere Lebensgrundlagen nicht zerstört werden. Das postulierte die Schweizerische reformierte Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirtschaft srakla an ihrer Mitgliederversammlung in Frutigen.

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Milch – rot statt weiss?

Die weisse Milch schreibt rote Zahlen und sorgt für rote Köpfe. Aus ethischen Gründen können wir nicht dazu schweigen, dass alle von der Milch profitieren, nur die nicht, die Tag für Tag im Stall arbeiten.

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WTO und freier Handel

Das Scheitern der WTO-Verhandlungen Ende 2008 bringt für die SRAKLA folgende Chancen:

  • Die sterilen Freihandelsvorstellungen der 90er Jahre in die Archive legen,
  • pragmatisch und mit zukunftsweisenden Ideen und Kooperationen die Probleme der Zukunft anpacken,
  • Landwirtschaft als Teil der Wirtschaft verstehen, ihre speziellen Eigenheiten nicht mehr ignorieren: die enge Verbindung mit Wasser, Wetter und Boden.
  • Aktive Friedenspolitik besteht aus sorgfältigem Umgang mit Wasser und Lebens-Mitteln.

WTO und freier Handel

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Kommunikation als Hauptfach

Zusammen mit dem Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband fordert das Bäuerliche Sorgentelefon im September 2008 die zuständigen Stellen auf, Kommunikation zum Hauptfach in der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung zu machen.

Kommunikation als Hauptfach

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